• Ann-Carolin

Therapiedecken - helfen sie wirklich bei Schlafproblemen, Angst und Depressionen?

Therapiedecken erfahren gerade einen richtigen Hype, den ich verstehen wollte.

Spätestens, als mir unsere Co-Redakteurin Jule begeistert von ihrem neuen Kauf erzählte, musste ich mir und meiner Liebsten auch so eine Decke auch ins Haus holen. Und ich bin nicht enttäuscht worden. Welche Vor- und Nachteile diese Decken haben, erfahrt ihr in diesem Artikel.


Was sind Therapiedecken?


Ursprünglich sind sie, wie der Name schon sagt, im psychotherapeutischem Feld eingesetzt worden, bevor sie auch für die breite Masse bekannt wurden.

Die Steppdecken sind in den einzelnen Kammern mit winzigen Glasperlen gefüllt und erzeugen so ein hohes Eigengewicht. Dieses sollte 10-15% vom Körpergewicht betragen, um einen optimalen Effekt zu verspüren.

Es gibt aktuell ein großes Angebot an Therapie-Decken, für jede Gewichtsklasse und jeden Geldbeutel.

Die Decken können sowohl für den Mittagsschlaf oder akute Angstzustände genutzt werden, als auch deine Schlafdecke ersetzen.


Wie hilft die Decke mir?


Die Decken versprechen laut Hersteller folgende Effekte:

  • besserer, tiefer Schlaf (gegen Probleme mit dem Ein- und Durchschlafen)

  • höhere Ausschüttung von Melatonin (Schlafhormon) und Serotonin (Glückshormon)

  • niedrigerer Cortisol-Spiegel (Stresshormon) Reduzierung von Stress

  • Reduzierung von Angst & Panikattacken Entspannung für Muskel, Gelenke und Sehnen

  • Innerliche und körperliche Anspannung


Außerdem laut einiger Hersteller gibt's auch Abhilfe bei:


  • ADD und ADHS StressAsperger-Syndrom und Autismus Restless Legs Syndrom (RLS, Unruhige Beine) das auf Chemotherapie oder Menopause zurückzuführen ist

  • Sensorische Integrationsstörungen

  • Bei Menschen über 65. Jahre oder älter konnten Symptome von z.B Alzheimer oder Parkinson gemindert werden

  • Demenz




Meine persönlichen Erfahrungen decken sich mit einem Teil der hier beschriebenen Wirkungen, aber ich kann natürlich nichts zu Krankheiten sagen, von denen ich nicht betroffen bin. Generell mache ich hier keine Heilsversprechen, sondern kann und darf nur von meinen eigenen Erfahrungen sprechen.


PS: Die Decken gibt's auch für Kleinkinder. Ich kann mir gut vorstellen, dass das Gefühl von Geborgenheit unter dieser Decke für Kids toll sein kann. Bitte sprecht euch in so einem Fall aber unbedingt mit Ärzten ab, ob das geeignet ist.


Meine Erfahrung mit der Therapiedecke


Nachdem ich letztes Jahr eine Decke für meine Frau gekauft hatte und sie begeistert war, hab ich auch ein paar Mal Probe geschlafen, bis ich mir meine eigene Decke gekauft habe.

Wir haben zwei unterschiedliche Hersteller getestet und auch zwei unterschiedliche Gewichtsklassen gekauft, da man die Decke immer an das eigene Körpergewicht anpassen soll.


Das erste Gefühl unter einer Gewichtsdecke würde ich mich einem langen, zufriedenen Seufzer vergleichen. Das Gewicht der Decke ist deutlich spürbar und legt sich wie eine warme Umarmung um meinen Körper. Ich merke sofort, wie etwas von meiner Anspannung abfällt. Daher nutze ich die Decke auch manchmal tagsüber, wenn ich merke, dass ich innerlich unruhig oder angespannt bin.


Das erste, was mir dann aufgefallen ist, als ich sie regelmäßig zum Schlafen genutzt habe, sind meine Träume. Ich erinnere mich sehr viel klarer an sie, sie fühlen sich tiefer und lebendig an. Und ziemlich intensiv und bisweilen kurios.

Das war definitiv spürbar, dass ich einen tiefen, traumreichen Schlaf unter der Decke habe, der sonst nicht so traumreich ist. Das deute ich sehr positiv, denn Träume lassen uns viel verarbeiten und ich bin dankbar für Träume, egal wie verrückt und uninterpretierbar sie erstmal erscheinen.


Ein weiterer Anwendungsfall ist meine PMS-Zeit, also die Tage vor meiner Menstruation, an denen sich bei mir tiefe emotionale Szenarien abspielen können. Mal depressiv, mal ängstlich, aber generell nicht so viel Gelassenheit in meinem System ist, wie ich es von mir kenne. Auch in solchen emotional angespannten Zeiten ist die Decke eine tolle Begleiterin. Fast wie die Höhle, in die sich Frauen zurückziehen, um diese besondere Zeit des Zyklus zu erleben.


Einschlafprobleme habe ich selten, aber wenn sie mal durch Grübelitis auftauchen, hilft auch dort die Decke schneller einzuschlafen und die Hormonausschüttungen von Melatonin und Serotonin sind schon fast spürbar für mich.


Wie nutze ich die Decke?


Nach Bedarf. Ich schlafe nicht jede Nacht unter ihr. Manchmal ist sie mir "zu viel" und ich brauche wieder das Erlebnis einer leichten Decke auf mir. Sie ist direkt neben meinem Bett und ich habe Nächte gehabt, in denen ich sie dann doch ins Bett geholt habe, um endlich in einen ruhigen Schlaf zu fallen.


Ich habe sie mit einem normalen Bettbezug bezogen, um sie zu schützen und nicht zu häufig waschen zu müssen. Das übernimmt bei diesem Gewicht ohnehin die Reinigung, meine Waschmaschine ist dafür nicht ausgelegt.


Ich habe sie auch schon vereinzelt beim Coaching in Entspannungsübungen ausprobiert, das möchte ich noch vertiefen, bevor ich dazu berichte.



Ich habe die Decke auch meiner Mutter geschenkt und die kam beispielsweise gar nicht mit dem Gewicht klar und hat sie zurückgeschickt. Gibt's also auch, nicht für jede*n ist die Decke das richtige Tool.


Hier habe ich nun für diesen Fall eine Anleitung entdeckt, die das Eingewöhnen leichter macht, wenn man anfangs nicht gleich damit klar kommt.





Meine Empfehlungen an Therapiedecken


Natürlich kann ich nur meine persönlichen Erfahrungen weitergeben, es gibt so viele Decken auf dem Markt, dass ich nicht für alle sprechen kann.


Folgendes war mir wichtig:

  1. gutes Preis-Leistungsverhältnis zu haben

  2. relativ kleine Kammern, die abgesteppt sind, um die Glaskügelchen an Ort und Stelle zu halten (sonst rieseln sie alle von deinem Körper runter, was den Effekt stark vermindert)

  3. abgestimmtes Gewicht auf mein Gesamtkörpergewicht

  4. passende Größe für meine Bettbezüge, um diese weiterhin benutzen zu können


Meine Therapiedecke wiegt 9.5kg, ist also auch für übergewichtige Menschen wie mich eine super Lösung. Ich habe auch unter der leichteren Decke von 8kg geschlafen und ähnliche Effekte erlebt.

Mir war es aber wichtig, eine Decke für mich persönlich zu haben und ich kann diese uneingeschränkt empfehlen. Sie ist auch in den Gewichtsklassen 3,2kg (Kinder) und 7,2kg (Erwachsene) erhältlich und kostet dann etwas weniger.



Die zweite Decke, die wir getestet haben, ist von einem andern Hersteller und ebenfalls mit größter Zufriedenheit von uns nun seit zwei Monaten im Einsatz. Es gibt sie in mehreren Größen und Gewichtsklassen von 6-8kg, sowie unterschiedlichen Farben, falls dir das wichtig ist.



Das sind meine getesteten Decken, die ich vielen Menschen aktuell empfehle. Wenn du dir eine Decke bestellen magst und über diesen Link auf Amazon gehst, bekomme ich einen kleinen Prozentteil deines Einkaufs als Provision. Ganz gleich, welche Artikel du wirklich kaufst. Das hilft mir, diesen Blog weiter zu führen und unterstützt meine Arbeit. Du zahlst natürlich genau das gleiche und tust mir etwas Gutes. Danke dafür!



Ich bin gespannt auf weitere Erfahrungsberichte - schreibt mir gerne in die Kommentare, wenn ich auch Therapiedecken nutzt und wie sie euch geholfen haben!



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