• Ann-Carolin

Frag einen trotzigen Millennial über diese Generation - Interview mit Dina Brandt

Aktualisiert: 8. Dez 2020

Heute gibt's einen Interview-Quickie. Denn wenn man einen Millennial interviewt, sind die Fragen manchmal länger als die Antworten. Gehaltvoll, kurz und auf den Punkt: Dina. Ich habe sie aufgrund ihrer frechen und lustigen Kommentare auf LinkedIn entdeckt und mich herrlich amüsiert, wie sie anderen Generationen die Knöpfe drückt und wortgewandt ihr Ding macht. Also hab ich sie zum Interview gebeten.




Dina, du bezeichnest dich als trotzigen Millennial, was macht dich dazu?

Moini, also erstmal reicht Dina völlig (:

Zur Begriffserklärung sagt dir Wikipedia bisschen was, ich faules Stück bin nicht gut im viel schreiben :D

Geboren bin ich 1993, das bedeutet, ich bin faktisch beinahe schon Gen Z - Millennial klingt aber imho einfach besser.


Was darf sich in der Arbeitswelt deiner Meinung nach ändern, damit sie attraktiver für Millennials wird?

Arbeit wird zukünftig stärker auf Augenhöhe stattfinden müssen.

Uns ist Partizipation und Kooperation wahnsinnig wichtig.

Ich persönlich bin ein Freund klarer Hierarchien, in denen aber auf einer Ebene kommuniziert wird - eben weil man MITEINANDER arbeitet.

Weiterhin ist Kreativität einfach DAS Asset der zukunft - "innovate, don't iterate"



Boomer und Millennials in einem Arbeitsumfeld, kann das gut gehen? Gibt’s da noch Gemeinsamkeiten in der Arbeitsmoral?

Klar - wenn beide aufeinander zugehen, kann eine ganz herrliche Symbiose entstehen.

Erfahrung trifft auf Hunger - und plötzlich kann man viel besser jagen gehen.



Der Psychologe Jeffrey Arnett sagt: “Not only are millennials less narcissistic, they're "an exceptionally generous generation that holds great promise for improving the world.”

Wo siehst du, dass Millennials bereits die Welt zu einem besseren Ort machen?


Ich glaube, alles fängt bei einem selbst an.

Das bedeutet:

Don't strive to make the world a better place. Make your world a better place.

Klingt erstmal egoistisch - geht aber fundamental auf die Annahme zurück, dass wir nur uns selbst verändern können und durch Vorleben stärker inspirieren, als wir das durch Forderung jemals könnten.


Was sind die größten Herausforderungen, der sich deine Generation stellen muss?



Vermutlich auf ihre Art den gleichen, denen sich jede Generationen stellen muss: dem eigenen Ego.



Cancel-Culture, Political Correctness, Gendern und was die älteren Generationen noch mächtig nervt - warum verändern Millennials gerade unsere Sprache und unser Denken und warum ist das wichtig?


Jede "junge" Generation möchte revolutionieren.

Idealismus ist etwas sehr jugendliches.


Wenn wir es schaffen, Idealismus reigen zu lassen und ihm mehr Struktur geben,

erst dann wird sich langfristig etwas verändern.


Wenn du eine Sache auf dieser Welt verändern könntest, was wäre das?


Ich WILL die Welt nicht verändern - die Welt ist gut, wie sie ist.

Aber ich WERDE die Welt verändern - indem ich Leuten zeige, wie schön es sein kann, in ihr zu leben.



Danke für deine Zeit, liebe Dina. Mehr erfahrt ihr hier: https://www.linkedin.com/in/dina-brandt-trotziger-millennial/



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