• Ann-Carolin

Drei Tipps für einen Mindstyle, der dich gelassen und zufrieden macht


Machmal ist Persönlichkeitsentwicklung ganz schön anstrengend. Und nervig.

"Mach das mal weg, das stört mich an mir!" höre ich sehr häufig. Kenne ich natürlich auch selbst.


Nach den vielen Jahren, in denen ich mich nun mit der Entwicklung von Persönlichkeit beschäftige, kann ich eins sicher sagen:

Es braucht Zeit, aus alten Mustern und Denkweisen auszusteigen. Verdammt viel Zeit. Weil sie sich ja auch jahrelang eingeschliffen haben oder schon in der Kindheit installiert wurden.

Puh, schlechte Nachricht? Nö, eigentlich gar nicht.


Denn wenn wir nachhaltig mit uns liebevoll in Kontakt gehen, dann verändert sich auch nachhaltig etwas.

Nachhaltig bedeutet:

  1. Immer wieder, nicht nur punktuell

  2. Bereitschaft für Rückschläge

  3. Anerkennung von kleinen Schritten

Gibt es dieses eine Seminar, dieses eine Wochenende, diesen einen Retreat, der eine Workshop, der uns transformiert und zu neuen Menschen macht?


Klar!


Die Entscheidung uns grundlegend neu zu erfinden und authentisch unser Leben zu leben, fällt von der ein auf die andere Sekunde.

Die ganze Arbeit davor, das viele Grübeln, meditieren, mit sich hadern, die Stunden des Austauschs mit anderen, die Tränen und der Rückstoß - das alles sehen viele nicht.


Wenn du also nachhaltig etwas für dich tust, kann auch ein Wochenende beim richtigen Menschen dich grundlegend verändern. Nicht in einem Wochenende, aber irgendwann kommt dann dieser fette KLICK und irgendwas rastet ein. Zumindest bei den meisten.



Was hilft dabei, einen nachhaltigen neuen Mindstyle zu bekommen?


Es sind eigentlich "einfache" Dinge, wie so oft.

Dinge, die wir verlernt haben.

Unsere Welt ist so kompliziert, dass es eben die simplen Dinge sind, die uns wieder zu uns kommen lassen.



1. Die Art, wie du auf die Welt schaust - reduziere Bewertungen


Beginne deine Gedanken zu beobachten. Radikal ehrlich und ohne Scham.

Schau, wie du bewertest.

Wir müssen unsere Umwelt bewerten, sonst hätten wir als Spezies nicht überlebt.

Eine essbare Beere von einer giftigen unterscheiden zu können, erfordert Bewertung von uns "gute Beere, schlechte Beere". Ist soweit klar.


Was aber nicht überlebenswichtig ist, sind die Bewertungen anderen Menschen gegenüber.

Wir verurteilen schnell, egal ob im Kopf oder leise.

Was wir damit vor allem machen, ist uns selbst zu schaden, und es ist auch eine soziale Umweltverschmutzung, weil eigentlich kann ja jeder Mensch einfach so sein, wie er/sie möchte.


TATSINN-Tipp: Deine Prägung vs. dein eigenes Denken

Das erste, was in dir aufsteigt, wenn du bewertest ist oft deine Prägung. Ein Automatismus. Einmal durchatmen. Was kommt als nächstes? Das verrät dir mehr über den Menschen, der du eigentlich sein willst.


Diese Impulse der Bewertung einfach mal BEOBACHTEN. Nicht für voll nehmen, sondern neutral beobachten und schauen, was es mit dir macht, wenn du einfach mal versuchst, weniger zu werten.



2. IT IS WHAT IT IS - übe dich in Gleichmut


Klingt buddhistisch? Ist es auch!

Und es steckt soooo viel Zauber in diesen Worten.

Viel mentale und emotionale Energie wird in die Veränderung von Gegenwart gesteckt.


"Ich will aber nicht, dass das gerade so ist." "Das kann ich nicht so stehenlassen"

"Ich muss das verändern, das stört mich"

"Warum passiert das immer mir?"


It is, what it is.


Anstatt eine Situation manipulieren zu wollen (manus - die Hand, also unsere Hände da reinstecken wollen), einfach mal beobachten, was passiert.


TATSINN-TIPP: Der innere Monolog der Gelassenheit


Ah, da ist eine Situation, die mich krass triggert.

Ich würde jetzt am liebsten sofort....

Ich atme einfach mal durch.

Ich kann die Situation nicht verändern. Nur meine Einstellung dazu. Wenn ich in die Akzeptanz gehe, verändert sich sofort etwas.

Die Situation hat weniger Macht über mich. Ich komme zurück in meine eigene Power.



3. Die innere Kritik-Stimme überlisten - weniger innere Kriege mit dir selbst


Wir kennen das alle - eine innere kritische Stimme möchte uns die schönsten Gedanken madig reden.

Innere Glaubenssätze, wie klein, dumm, unbedeutend oder was auch immer negatives noch so möglich ist, halten uns klein. Lassen unser Licht nicht nach außen dringen. Sie können uns bis in eine Depression führen und darüber hinaus.


Wenn du das nächste mal mit dieser inneren Stimme zu tun hast, gibt's ein paar Tipps, ihre Wirkung zu reduzieren. Und damit meine ich nicht, sie (weiterhin) zu ignorieren.

Ganz schlechte Idee, denn das kommt wie ein Boomerang dann einfach mit doppelter Heftigkeit zurück. Je mehr Verdrängung, desto mehr Rückkopplung.

Dann wirste einfach krank oder dein System lässt sich was anderes einfallen, damit du dich nicht mehr entziehst.


TATSINN-TIPP: Trinke Tee mit deinen Dämonen und leg sie in die Hängematte


Als erstes gibst du der Stimme mal einen Namen. Am besten einen, der ein wenig komisch in deinen Augen erscheint. Vielleicht was spießiges, oder was altes.

Ich will jetzt niemandem zu nahe treten, aber sagen wir einfach mal, du nennst deinen inneren Kritiker "Kurt" oder vielleicht "Ursula".

Ich glaub, du verstehst mich schon ;-)

(Sorry an alle, die jetzt so heißen, ihr habt's euch ja auch nicht ausgesucht...)



Stell dir also vor, da kommt wieder diese innere Stimme und sagt dir:

"Boah, voll scheiße, was du da vorhin im Meeting gesagt hast, du bist sooo peinlich und dann hast dich auch noch verhaspelt und unterbrechen lassen, du hast es einfach nicht drauf, du wirst es nie drauf haben."


Und du so: "Kurt, altes Haus, da bist du ja. Ich hab schon auf dich gewartet. Ja echt, war so schlimm in deinen Augen? Ey setz dich erstmal. Kaffee? Tee? N' Stückchen Kuchen? Lass ganz offen raus, was du so denkst, ey und danach hab ich hier ne chillige Hängematte aufgebaut, nur für dich Kurt. Hast ja schon einen harten Job, dachte, du brauchst auch mal n' bisschen Urlaubsfeeling."


Ja, klingt schräg. Aber hey, noch schräger ist es, sich von einer nicht real existierenden Stimme im Kopf ständig runtermachen zu lassen, oder? Gib deinen Ängsten Namen und lade sie zu Kuchen und Kaffee ein. Es geht nicht darum, diese inneren Stimmen "weg zu haben", sondern eher, mit ihnen zu leben und sie nicht über dein Leben bestimmen zu lassen.



Persönlichkeitsentwicklung ist wie Muskelaufbau


Die Kontinuität macht's! Wenn du "dran bleibst", dann kannst du nach und nach merken, dass du Dinge anders nimmst. Deine Probleme sind vielleicht nicht alle weg, aber du baust innerliche Ressourcen auf, um besser damit klar zu kommen. Und deinen eigenen, authentischen Weg zu gehen, der maßgeschneidert zu dir passt.

Und selbst, wenn du mal nicht "trainierst", dann bleibt viel im Gedächtnis und kann wieder aktiviert werden.

Wir kümmern uns viel um außen und versuchen dort attraktiv zu wirken. Genauso wichtig ist, dass wir auch unserem Inneren viel Zeit schenken und dort aufblühen. Das nennt man dann Persönlichkeitsentwicklung.


Wenn du deine Persönlichkeitsentwicklung erkunden willst, dann lass uns in einem kostenlosen Kennenlerngespräch schauen, ob wir gemeinsam ein Stück Wegstrecke gehen wollen.

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