• Ann-Carolin

Digitales Lifecoaching - ein neuer Trend

Aktualisiert: 25. Jan 2019

Wir shoppen am Computer, bestellen unsere Lebensmittel auf dem Handy und viele finden auch ihren Partner für's Leben (mich eingeschlossen) eines Tages online.

Was spricht dagegen, sich auch in wichtigen Lebensphasen digital (also per Telefon, Email, Skype & Whatsapp) unterstützen zu lassen? Zum Beispiel bei einem wichtigen Karriereschritt, bei Liebeskummer, einer Krise oder einfach aus dem Umstand geboren, digital schneller Hilfe zu bekommen.

In times of change the greatest danger is to act with yesterday’s logic. -Peter Drucker

Im Artikel »Digitale und analoge Welt des Coachings« aus dem Coaching-Magazin vom 11. März 2016 wird in einer Umfrage nach der digitalen Entwicklung im Coaching gefragt. Demnach bilden Präsenz-Coachings mit 85 % nach wie vor mit Abstand die häufigste Form des Coachings, Telefoncoaching findet in 7 % der Fälle statt und Videosysteme wie Skype kommen nur in 4 % aller Coachings zur Anwendung.


Ein Trend in den Kinderschuhen, der schnell Aufwind bekommen kann


Sich in wichtigen Situationen des Lebens eine Metaperspektive durch einen professionellen Außenstehenden zu holen, ist nicht nur hilfreich, sondern kann wesentliche Entscheidungshilfe sein.

Wir sind es mittlerweile gewohnt, immer mehr Dinge, bei denen man früher unbedingt persönlichen Kontakt wollte, digital abzuwickeln.

Mein Vater hat mit Nixdorf in den 80er Jahren die ersten Geldausgabeautomaten in Deutschland verkauft und ich erinnere mich an seine Verkaufsgespräche mit Banken, die dankend ablehnen, weil nichts den persönlichen Kontakt mit dem "Schalterbeamten" ersetzen wird, wenn man sein Geld ein- oder auszahlen lässt. Wann genau hast du das letzte Mal Geld bei einer Bank am Schalter ausbezahlen lassen?


Die Zeiten ändern uns und gerade bei Themen, von denen man pauschal sagen würde, dass ein persönliches Gespräch nichts ersetzen kann, wie im Coaching/Consulting/Beratung, könnte sich das bald ändern. Denn ein digitales Angebot wie eine Beratung per Telefon oder eine Begleitung bei Zielen durch Whatsapp mag erstmal nicht so nah und menschlich wirken wie ein persönliches Gespräch. Es baut aber auch Hürden ab für Menschen, die dadurch einen barrierefreieren Zugang zu Rat und Hilfe bekommen.

Und man muss ja nichts zwangsläufig komplett ersetzen - ergänzen ist ebenfalls eine willkommene Variante. Ganz nach dem Prinzip "sowohl als auch" anstatt "entweder oder" ;-)



Diese Gründe sprechen für digitale Begleitung

  • Niedrige(re) Hemmschwelle, sich Beratung & Hilfe zu organisieren

  • Schnelle(re) Hilfe bei akuten Situationen

  • Weltweite Verfügbarkeit zB. auf Geschäftsreisen

  • Gute Vereinbarkeit mit der Familie

  • Randtermine wie früh morgens oder spät abends können digital besser wahrgenommen werden

  • Auch dienlich als Ergänzung zu persönlichen Treffen, um zu vertiefen

  • Kleine Impulse per Mail/Whatsapp integrieren sich gut in den Alltag

  • Asynchrone Kommunikation wie per Mail können Raum geben, zu prozessieren


Was sagen Studien?


Der Blick in die Daten zeigt deutlich: Das Face-to-Face-Coaching liegt erwartungsgemäß ganz weit vorne. 99,2 Prozent der Coaches coachen von Angesicht zu Angesicht. Wie der Abbildung zu entnehmen, folgt der Medieneinsatz in dieser Mehrfachauswahl weit abgeschlagen. Spitzenreiter bei den Medien ist das Telefon mit einer Nutzung von 65,4 Prozent durch alle Befragten. Auf Platz zwei der Medien wird von 48,9 Prozent der Coaches auf das Mobiltelefon zurückgegriffen. Platz drei nimmt die schriftliche asynchrone Kommunikation mit 46,6 Prozent ein.

(Quelle: https://www.coaching-magazin.de/wissenschaft/e-coaching)

Abb.: Anteil der Nutzung von Face-to-Face-Coaching und Medien

Meine persönlichen Erfahrungen


Bisher laufen die meisten meiner Sessions immer noch persönlich ab. Jedoch habe ich auch einige Klienten, die gar nicht in Berlin wohnen oder auf (Dienst)Reisen einen Impuls von mir möchten.


Hierzu greife ich gerne zu Skype, wenn keine persönlichen Sessions hervorgegangen sind.

Eine stabile Internetverbindung und ein geschützter, ungestörter Raum sind dafür Grundvorraussetzung und wir wissen alle, dass das bei Skype nicht immer möglich ist.

Ein Telefongespräch (vor allem per Festnetz) ist meiner Erfahrung eine tolle Alternative. Dadurch, dass wir uns vorrangig auf einen Sinn, das Hören/Sprechen, konzentrieren, kann man schneller eintauchen und fühlt sich weniger abgelenkt.

Auf Wunsch begleite ich meine Klienten auch per EMail und Whatsapp. Die asynchrone Unterstützung, zum Beispiel auch in Notlagen oder dringenden Angelegenheiten wird gut aufgenommen und schafft auf beiden Seiten eine große Freiheit in der Zeiteinteilung und ist dennoch oft unmittelbarer als eine Terminvereinbarung und die damit verbundene Wartezeit.

Klare Absprachen der Erwartungshaltung und eine nicht abreißende Unterhaltung vorausgesetzt.


Mich interessiert, ob sich mehr Menschen für digitale Unterstützung aussprechen würden, wenn das Angebot hier größer wird. In Amerika ist nicht nur die Unterstützung durch einen Lifecoach/Therapeuten o.ä. schon sehr viel akzeptierter, hier gibt es auch bereits zahlreiche Apps und Hotlines, an die man sich wenden kann, wenn Themen keinen Aufschub dulden.


Hinterlasst mir gerne eure persönliche Einschätzung zu dem Thema! Würdest du dich digital begleiten lassen? Welche Kanäle findest du am Spannendsten?


  1. Skype

  2. Whatsapp

  3. Email

  4. Chat

  5. Geschützter Raum auf der Website (mit Anmeldung)

Ich bin gespannt auf euren Input, um mein Angebot noch weiter zu schärfen!


TATSINN ist ganzheitliche Begleitung & Consulting für Mensch & Unternehmen. Perspektivwechsel und Entscheidungshilfe. In Berlin & weltweit per Skype mit der Potentialentwicklerin Ann-Carolin Helmreich.



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