• Ann-Carolin

Komm wieder zu dir - wie du dein Leben in der Gegenwart lebst


Immer mehr Menschen suchen mich auf, um über ähnliche Herausforderungen zu sprechen.

Sie mögen äußerlich verschiedene Leben und Herausforderungen meistern, haben aber oft ein Kernthema:


Sie sind nicht mehr verbunden mit sich selbst.

Und oft finden wir das erst in den gemeinsamen Gesprächen heraus.


Durch viele Faktoren beginnen wir schon im Kindesalter, uns von unserer wahren Natur/unserer Essenz/dem Göttlichen in uns (wähle die Formulierung, die dein Glaubenssystem erlaubt) abzuspalten.

Wir beginnen zu glauben, dass wir uns Liebe „verdienen“ müssen. Dafür passen wir unser Verhalten schon sehr früh an die Erwartungen unserer Umwelt an.

Zunächst an die unserer Eltern, denn wir sind von ihrer Zuneigung in den ersten Lebensjahren abhängig.

Dann werden wir noch mindestens neun Jahre durch ein sehr altes, wilhelminisch-preußisches Schulsystem geschleust und spätestens dort haben wir gelernt, was gesellschaftlich erwünscht und was weniger gut ist.


Mehr und mehr beginnen wir die Welt zu verrationalisieren und unser Denken wird zu unserem Kompass.

Wir identifizieren uns mit dem, was wir denken. Wir erzählen uns selbst eine Geschichte darüber, wer wir sind. Deshalb hören wir auf damit, uns immer wieder neu zu fragen, wer wir eigentlich sind.

Doch was ist während dieser Zeit mit uns passiert?

Wir haben unsere kindliche Welt, unseren Spieltrieb, das Staunen und erforschen der Welt größenteils eingetauscht.


Gegen Zugehörigkeit, Rationalisierung, Anerkennung und eben die Liebe anderer.

Und das ist ein recht normaler Prozess, um sozial überleben zu können in der Welt,

die wir uns erschaffen haben.



Oftmals machen wir damit aber Jahre und Jahrzehnte weiter. Bauen uns Glaubenssätze und tragen diese in unsere Beziehungen und die Arbeit hinein. Glaubenssätze wie:


  • Im Leben muss ich mir alles hart erkämpfen

  • Ich muss es mir erst verdienen, glücklich zu sein

  • Alles im Leben ist eine Herausforderung, der ich mich stellen muss

  • Es muss alles perfekt und fehlerfrei sein

  • Ich brauche einen genauen Plan von meiner Zukunft, der mir Sicherheit gibt

  • Ich kann meine Gefühle kontrollieren

  • Ich bin nur etwas wert, wenn ich erfolgreich bin

  • Ich muss angepasst sein, darf nicht auffallen

  • Ich bin es nur wert, geliebt zu werden, wenn ich etwas für andere tue

Na, kannst du dich mit einem oder mehreren Glaubenssätzen identifizieren?


Diese Denkmuster, die heimlich unser Leben und handeln bestimmen und sich immer mehr verstärken können, sind nur eins:


Gedankliche Gefängnisse



Dein Gehirn hat sich durch frühe Prägungen und gemachte Erfahrungen einen Weg gebahnt, der vermeintlich sicher und leicht erscheint. Denn dein Gehirn ist vorrangig daran interessiert, Energie zu sparen und auf alte Muster zurückzugreifen.




Der Moment, in dem man einen Coach aufsucht


Die wenigsten Menschen kommen zu mir, weil alles gerade super läuft. Das Leben fordert sie gerade aufgrund von selbst auferlegten Glaubenssätzen und Umständen so sehr heraus, dass sich etwas ändern muss.

Viele formulieren das dann in etwa so:

  • Ich kann nicht mehr so weitermachen wie bisher, das ist nicht das Leben, das ich leben will

  • Ich habe keine Lust mehr, für meine Vorgesetzten etwas zu machen, das in meinen Augen keinen Sinn ergibt

  • Ich fühle mich antriebslos, geschwächt und traurig

  • Ganz viel Gefühle klopfen an meine Türe und es sind alte Gefühle, die ich lange nicht zugelassen habe

  • Ich fühle mich in meiner Situation gefangen, möchte aber einen Weg raus finden

  • Ich fühle seit einiger Zeit Depressionen und Ängste in mir aufsteigen

  • Ich habe Panikattacken, Ängste, Schlafprobleme

  • Ich stecke in einer Beziehung, die mir gar nicht mehr gut tut

  • Ich möchte mein Leben radikal verändern, weiß aber gar nicht, wie das geht

Das sind nur einige Beispiele dafür - und wir haben alle schon solche Gefühle und Gedanken gehabt.

Man kann diesem Zustand viele Namen geben:

Burn-out oder Bore-out, Erschöpfungsdepression, Midlife-Crisis, Quarterlife-Crisis und viele mehr…

Das sind gesellschaftlich zwar langsam akzeptierte, aber immer auch noch stigmatisierte Begriffe in unserer Gesellschaft.

Doch der Zustand greift epidemisch um sich, immer mehr und mehr.



Wie kann man sich wieder mit sich selbst verbinden?

Wer nach außen schaut, träumt. Wer nach innen schaut, erwacht. - C.G. Jung -


Der Weg führt nach innen. Er führt zu dir.

Unser rationaler Verstand glaubt, dass es sehr kompliziert sein muss, ein glückliches Leben zu führen. Er gleicht stetig Vergangenheit und Zukunft ab, je nach dem, wie wir charakterlich gepolt sind, halten wir uns gerne in einer dieser beiden Konstrukte auf.


Der Zauber liegt in der Gegenwart.

Nur dort kannst du wirklich Einfluss nehmen auf dein Leben. Indem du präsent wirst und bleibst.

Dir immer wieder Zeit nimmst, den gegenwärtigen Moment zu genießen.


Doch ein Großteil des modernen Lebens hindert uns daran, gegenwärtig zu werden. Stetig erinnert uns das Handy an neue Nachrichten, Likes oder To-do's. Wir schweifen mit Gedanken ab in die Zukunft (was könnte ich noch tun?) oder die Vergangenheit (warum habe ich das getan?).


Wege um gegenwärtiger zu werden


Es gibt für jede*n einen anderen Zugang zu Gegenwärtigkeit, der am besten funktioniert.


Hier ein paar Möglichkeiten, picke dir einfach die aus, die dich am meisten ansprechen:


  • Regelmäßige Meditation (ganz gleich, ob Autogenes Training, Zen-Meditation oder Body Dynamic....wichtig ist einfach, dass du äußere Reize ausschaltest und nach innen horchst)

  • Tanzen (im Wohnzimmer zum Lieblingssong oder vielleicht sogar mal barfuss in der Natur?)

  • Atmen (tief durch die Nase ein und durch den Mund wieder ausströmen lassen, mind 5 Mal hintereinander, dann mal beobachten, was sich verändert hat)

  • Laufen (ganz gleich ob spazieren oder joggen, mal ohne Musik und ganz bewusst wahrnehmend)

  • In der Natur sitzen/liegen und einfach beobachten und staunen

  • Mit Kindern spielen - sie sind unsere besten Lehrer*innen der Gegenwart

  • Tiere beobachten und staunen


Eigentlich kannst du in jedem Moment gegenwärtig werden.

Vor allem, wenn du dir nur EINE Aufgabe gleichzeitig vornimmst.


Eine super Übung ist auch, beim täglichen Zähneputzen Gegenwärtigkeit zu spüren.

Versuche dir mal die Zähne zu putzen und wirklich nur zu spüren, was gerade passiert, wie du jeden einzelnen Zahn bürstest, wie deine Füße auf dem Boden stehen, wie dein Atem geht. Klingt komisch? Joa, aber macht dich eben präsent und gelassener. Probier's aus!



Moment mal, fragst du dich vielleicht - DAS soll's gewesen sein? Das kann ja nicht so einfach sein. Hmm. Doch!

Am besten findest du auch Möglichkeiten, dich in deinem Denken neu zu entdecken. Ich nenne das "Mindstyle", die Art, wie du über dich und die Welt denkst. Das lässt sich am besten mit einem anderen Menschen (Coach*in, Therapeut*in, Heiler*in,....) ergründen


Kombinierst du ein paar der Dinge, die dich gegenwärtig(er) machen mit Persönlichkeitsentwicklung durch tiefe Gespräche und Selbsterkenntnis, passiert ganz viel mit dir. Du darfst leichter, also unbeschwerter werden.

Deine Intuition (auch dein Bauchgehirn genannt) meldet sich immer stärker und ist dir ein guter Kompass.

Deine Lebensfreude wird durch das, was du wahrnehmen kannst in der Gegenwart, weiter wachsen.


Und dann?


Nun, dann beginnen die meisten Menschen, ihr Leben umzugestalten wie sie es zuvor nicht für möglich gehalten haben. Zu leben, was die eigene Essenz, die Talente und dein Wesen für authentisch hält.

Und es ist dann gar nicht mehr so schwer. Sondern der vielleicht größte Befreiungsschlag deines Lebens.


Zu dir zu kommen.
Nach Hause zu dir kommen.
Ankommen.

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