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Krisen sind Chancen - Wie du einen neuen Blick auf schwierige Zeiten gewinnst

"Man weiß nie, wozu es gut ist" - kannst du diesen Spruch noch hören? Wenn die Krise einen voll erwischt, ist guter Rat nicht nur teuer sondern selten. Denn Krisen schweigen wir gerne tot, sie sind gesellschaftlich nur bedingt akzeptiert und dürfen nicht zu lange andauern. In diesem Artikel erzähle ich dir, wie man Krisen in Chancen verwandelt, was die Magie der Krise ist und wie du sie für dich entfachst.

Eine Krise ist nicht immer selbst ausgelöst und schon gar nicht gewollt. Immer jedoch ist sie ein Zeichen für Bewusstwerdung und Neuanfang. Wenn du Krisen für dich nutzt, wirst du mehr als nur daran wachsen - du darfst erblühen!

Im chinesischen haben die Worte "Krise" und "Chance" die gleichen Zeichen. Du befindest dich gerade in einer akuten Krise? Eine plötzliche Krankheit, ein Unfall, der Tod eines geliebten Menschen, finanzielle Engpässe oder eine Beziehungskrise lähmen dich? Auch Übergänge von Lebensphasen und beruflich schwierige Situationen können Krisen auslösen. Lass dir helfen und gehe mit deiner Krise ins Außen - dieser Artikel ersetzt keine psychologische Betreuung und spiegelt nur meine persönliche Erfahrung wieder. Gerne begleite ich dich auch in akuten Krisensituation und wir finden gemeinsam neue Wege.


Meine Krise und wie ich sie in eine Chance gewandelt habe


Burnout, Kündigung, Nervenzusammenbruch, Naturkatastrophe - in dieser Reihenfolge sind die Ereignisse 2015 auf mich eingeprasselt. Eigentlich war das nur eine Verkettung von Umständen, die fast alle (Naturkatastrophen kann man schlecht planen) daraus resultiert sind, dass ich mich nicht entscheiden wollte - für mich und ein Leben, das mir entspricht.


Wer mich rückblickend bedauernd anschaut und mir sagt, dass das sicherlich eine furchtbare Zeit gewesen ist, den kann ich beruhigen. Ja, sie war intensiv und ich hatte stellenweise Todesangst, tagelange Weinkrämpfe und Selbstmitleid. Vor allem aber war diese Krise eine der besten Dinge, die mir passieren konnte. Das mag schräg klingen, aber ich habe für mich eine kleine Theorie abgeleitet, die erklärt, warum ich so denke.


In meinem Fall war die Naturkatastrophe das Jahrhunderterdbeben in Nepal, das ich als Touristin dort zufällig erlebt habe und 100 Nachbeben, die folgten, als ich blieb und eine Hilfsorganisation aufbaute. Es gibt einen Podcast von Weltwach, in dem ich das alles erzähle und den du hier anhören kannst - viel Spaß damit!


Diese fünf Dinge haben mit geholfen Krisen anders zu sehen

Krisen schaffen Platz für das Wesentliche

In akuten Krisen haben wir von Natur aus einen Überlebensmodus der sich einstellt. Ganz gleich welche Dinge gerade noch um dich herum sind - die Krise beherrscht deine Gedankenwelt und stetig kreiseln die Gedanken immer wieder um das gleiche Thema.

Das befreit den Kopf von allen unnötigen Dingen, die dich sonst blockieren. Ein freier Geist will noch geschaffen werden, aber du bist schon auf dem besten Weg dahin.

Da du nun schon beim Wesentlichen bist - wie wäre es deine Gedanken einfach mal still zu beobachten? Ziehen da nur destruktive Dinge ihre Kreise oder macht die Krise auch Platz für neue Einsichten und Gedanken? Solltest du bereits Erfahrung in Meditation und Achtsamkeit haben, ist nun ein guter Moment, um genau das zu praktizieren. Die Antworten auf deine Fragen findest du in solchen Zeiten vor allem in der Stille. Auch wenn du Angst vor Ruhe und Alleinsein haben solltest - sie sind gute Helfer!

Du hast nun die beste Entschuldigung, alles Unnötige und Zeitraubende zunächst mal aus deinem Leben zu verbannen. Mach dich frei und stelle dich ein auf die neue Situation. Lass alles, was dir gerade nicht dient, hinter dir. Jetzt kannst du wirklich kompromisslos bei dir selbst sein. Trau dich!


Auf wen kannst du wirklich bauen?

Die einfachste Beobachtung, die man in Krisen machen kann, ist zu sehen, wer wirklich bei einem bleibt, wenn das Leben droht steinig zu werden. Natürlich kann nicht jeder Mensch gleich gut mit Themen wie Verlust umgehen, das sei vorweggesagt. Es gibt dieses Sprichwort "In der Not gehen tausend Freunde auf ein Lot" und er ist nicht unwahr. In meinen Lebenskrisen war es immer wieder erstaunlich zu sehen, dass es wenige Menschen sind, die unerschütterlich bei einem stehen. Ich habe auch beobachtet, dass es oft Menschen sind, mit denen man vorher gar nicht unbedingt diese Nähe gespürt hat, die aber in einer Krise ganz tolle Helfer und Unterstützer sind. Diese Bindungen werden sich nach deiner Krise stärken und auf gemeinsam durchlittene Vergangenheit schauen und bauen können.

Nimm Hilfe an, sag was du brauchst und tausche dich offen mit Menschen aus - du wirst sehen dass deine Verletzlichkeit nichts ist, das du verbergen musst - sie ist ein besonderes Geschenk in einer Freundschaft.

Erlaubnis, schwach zu sein

Schwach sein zu dürfen musste ich persönlich erst lernen. Jenseits vielleicht von meiner Familie und ganz engen Freunden Schwäche einzugestehen habe ich mir vor allem aus beruflichen Gründen über die Jahre fast gänzlich "abtrainiert". Dabei ist es vollkommen ok, schwach zu sein. Es ist ok, wenn deine aktuelle Lebenssituation dich mehr als nur herausfordert. Es ist ok, traurig und depressiv zu sein. Jeder Mensch durchlebt durchschnittlich sieben (!) depressive Episoden in seinem Leben. Jeder von uns kennt also diese Momente, in denen wir schwach sind. Erlaube dir, die Krise vollkommen anzunehmen und schwach sein zu dürfen. Teile das auch mit deinen Freunden und gebe ihnen dadurch das Gefühl, dass Schwäche akzeptiert ist in eurer Beziehung. Es wird euch tragen, das zu teilen.


Erlaubnis stark zu sein

Du darfst jetzt stark sein. Ab einem gewissen Punkt in der Krise - wenn man beginnt aus der Schockstarre zu kommen, gibt es sie - diese unglaubliche Stärke. In meinen Krisen habe ich oft beobachtet, dass mir Aktionismus gut tut. Nach einer Phase großer Schwäche kam bei mir immer der Moment, in dem ich von wie mir schien neu gewonnener Stärke nur so strotze. Nun heißt es, diese Energie zu nutzen und in die Schaffung von Neuem zu gehen. Das bedeutet nicht, dass du zwangsweise mit alten Dingen komplett abschließen musst, oft ist es dafür zu früh. Aber unser Inneres sehnt sich in Krisenzeiten nach Neuem und deine Zeit wird kommen, in der du diese Stärke brauchst, um es im Außen sichtbar werden zu lassen.


Dein Fundament wird sichtbar

Welche Werte definieren dich und dein Handeln? Wer bist du wirklich? Auf was kannst du bauen? Wenn eine Krise dich erschüttert, wird dein Fundament sichtbar. Als ich im Erdbeben meine bisher größte Lebenskrise gemeistert habe, wurden um mich herum in Chaos und Zerstörung viele Fundamente sichtbar. Alles andere war bis auf die Grundmauern und weiter zerstört. So sah es zeitweise auch in mir aus. Das Positive daran ist, dass dieser Zustand den Blick auf dein eigenes Werte-Fundament freilegt. Ein sehr spannender Prozess, den wir in glücklichen, satten Zeiten nur selten wirklich zu Gesicht bekommen. Hier kannst du nun liebevoll beobachten, aufschreiben und erarbeiten, was dich im Kern ausmacht, prägt und trägt.

Dazu lohnt es oft, dir Hilfe von außen zu nehmen, wenn du dein eigenes Haus wieder neu errichtest. Gerne bin ich dir dabei behilflich.


Fassen wir zusammen - Krisen sind immer ein Reset-Knopf im Leben und damit eine große Chance, in Zukunft kompromissloser DICH zu leben. Ganz gleich, wie lange die Zeit der Krise andauert, sei dir bewusst, dass wir zyklische Wesen sind und es nicht immer so bleiben wird, wie es gerade ist. Es wird besser - versprochen!






TATSINN ist ganzheitliche Begleitung & Consulting für Mensch & Unternehmen. Perspektivwechsel und Entscheidungshilfe. In Berlin & weltweit per Skype mit der Potentialentwicklerin Ann-Carolin Helmreich.



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