• Ann-Carolin

Wenn sich die Welt zu schnell dreht - Dein Entschleunigungs-Bingo

Kennst du auch dieses Gefühl tief in dir dass sich die Welt immer mehr beschleunigt?

Unsere modernen Errungenschaften und die Art, wie wir Gesellschaft leben, lassen diesen Eindruck schnell entstehen.

Schnell nochmal eben was im Internet bestellen, schnell noch zur Party auf Facebook zusagen, schnell noch dieses Meeting, schnell noch...ja was denn eigentlich?

Wir beginnen uns langsam zu überschlagen und wer nicht im schnellen Strom mit schwimmt, fühlt sich gerne abgehängt. Doch woran liegt es, dass es uns so vorkommt, dass die Welt sich immer schneller dreht?


Beschleunigung und Entfremdung


Der Soziologe Hartmut Rosa hat in seiner Habilitationsschrift über Beschleunigungen erstmals Zusammenhänge von Industrialisierung und deren Auswirkungen auf unsere Gesellschaft untersucht.

Rosa unterscheidet zwischen technischer Beschleunigung, der Beschleunigung des sozialen Wandels und der Beschleunigung des Lebenstempos. Heute zeigt sich die technische Beschleunigung vor allem im digitalen Sektor. Ihr paradoxer Effekt wirkt sich in der Beschleunigung des Lebenstempos aus:


Obwohl die technische Beschleunigung eigentlich dazu hätte führen müssen, dass dem Einzelnen mehr Zeit zur Verfügung steht, weil er für einzelne Tätigkeiten weniger Zeit benötigt, genießen die Bürger moderner Gesellschaften nach Rosas Ansicht keinesfalls ihre üppige Freizeit - sondern leiden an deren Gegenteil: unter Zeitknappheit.

Der Grund dafür liege im Anspruch, "möglichst viele Optionen zu realisieren aus jener unendlichen Palette der Möglichkeiten, die die Welt uns eröffnet". Das Leben auszukosten werde zum zentralen Streben des modernen Menschen - ein Erfahrungshunger, der allerdings nicht gestillt werden könne: "Ganz egal, wie schnell wir werden, das Verhältnis der gemachten Erfahrungen zu denjenigen, die wir verpasst haben, wird nicht größer, sondern konstant kleiner". Dazu kommt, so Rosa, dass Depressionen und Burnout stark zugenommen hätten. (vgl Spiegel)


Puhhh, da wird einem schon beim Lesen schwindelig und wenn man dann die Schlussfolgerung von Hartmut Rosa liest, nämlich die "Entfremdung", kann ich nur zustimmen.


Was tun wir, um in Zeiten größerer Beschleunigung, für die unser Gehirn gar nicht ausgelegt scheint, etwas Entschleunigung zu zelebrieren?


Erlaube dir, zu entschleunigen


Eine Gegenbewegung zum höher, schneller, weiter setzt bereits in vielen Bereichen unseres Lebens ein. Slow-Food, Digital Detox, Meditation oder einfach mal wieder einen Brief oder eine Karte statt einer E-Mail schreiben. Die Zeit vergeht schlagartig gefühlt langsamer, wenn wir uns vom digitalen Leben zurückziehen, in der Natur sind und einfach nur SEIN können.


Warum ist es so wichtig in dieser Welt zu entschleunigen und nicht einfach Schritt zu halten mit der Geschwindigkeit, die uns unser Alltag abverlangt?


Weil es uns länger leben und das Leben bewusster wahrnehmen lässt. Sich Zeit zu nehmen ist vor allem in sehr stressigen Zeiten wichtig, um die eigene Gesundheit zu bewahren. Es ist ein Akt der Selbstliebe.

Du solltest täglich 20 Minuten meditieren. Außer wenn du zu beschäftigt bist, dann solltest du eine Stunde meditieren.

Das gleiche gilt für alle anderen entschleunigenden Maßnahmen - je stressiger dein Leben, desto mehr Entschleunigung ist nötig, um dich langfristig geistig, körperlich und seelisch zu balancieren.


Mehr im Innen sein


Unsere Gesellschaft ist sehr darauf ausgelegt, im Außen zu sein.

Dies bedingt auch unsere patriachal geprägte Kultur. Die männliche Qualität (YANG) ist das Streben nach außen, ist die Aktion, das Streben nach einem Ziel.

Die weibliche Qualität (YING) ist eher im Innen, im Raum erschaffen und halten, nähren, pflegen. Wir haben immer (!) beide Qualitäten in uns als Mann und als Frau.

Schaut man sich diese beiden Qualitäten an, kann man daraus schließen, dass die patriachale Gesellschaftsstruktur das männliche Prinzip nicht nur betont, sondern pervertiert hat (Kapitalismus).

Umso wichtiger ist es also für uns, wieder beide Qualitäten (YING & YANG) in uns zu vereinen und somit innere und äußere Balance herzustellen.


Spiel' doch mal Bingo


Um das Entschleunigen etwas spielerischer zu machen, habe ich ein kleines Bingo gebastelt.

Lade es dir gerne aufs Handy runter und speichere es ab.

Wie in jedem Bingo-Spiel geht es darum, drei in einer Reihe (alle Richtungen erlaubt) zu bekommen um ein BINGO zu haben.


Entschleunigungs-Bingo - dein Tool für mehr Balance




Jeder Tag ist eine neue Bingo Change für dich!


Deine BINGOS kannst du verbreiten, um dein Umfeld auf mehr Entschleunigung aufmerksam zu machen. Ob Instagram, Facebook, Whatsapp-Gruppe - you name it!


Nutze gerne den Hashtag #entschleunigungsbingo

und lass ihn uns damit verbreiten.


Wenn du es auf Instagram in deiner Story teilst und @tatsinn verlinkst, bekommst du ein virtuelles High-Five und einen Repost von mir - Ehrensache!

(Die Vorlage zum Bingo gibt's auf Instagram auch jederzeit in meinen Highlights)



Lass uns doch etwas verbreiten, das Menschen dazu bringt, ein wenig langsamer zu machen, sich Ruhe und Pause zu gönnen - ohne schlechte (Schuld-)Gefühle.

Je sichtbarer ein Thema wird, desto eher findet es gesellschaftliche Akzeptanz, daher ist es an uns allen, nicht nur dann von unserem Leben zu berichten (analog & digital), wenn wir ganz viel rotieren und "busy" sind.


Let's stop the glorification of busy

Lasst uns gemeinsam ne Runde entschleunigen!

Ich freue mich auf deine Erfahrungen.


Alles (ist) Liebe

Ann-Carolin




TATSINN hilft Menschen und Organisationen dabei, gute Entscheidungen zu treffen, neue Perspektiven einzunehmen und Potential zu entfalten.



  • Black Facebook Icon
  • Black LinkedIn Icon